EINE STADT SUCHT EIN MIKROFON

partizipatives hör- und suchspiel (2015)

Diese partizipative Intervention schickt Radiohörer im Stadtraum auf die Suche nach einem versteckten Mikrofon, dessen Klänge live im Radio bzw. über einen Internet-Stream übertragen werden.

Mittels tragbarem Radiogerät oder Smartphone und Kopfhörer wird die Spur der Klangquelle verfolgt. Dabei gilt es, sich von dem ungewohnten Zusammenspiel beider akustischer Perspektiven leiten zu lassen: Die Teilnehmer vergleichen kontinuierlich ihr eigenes akustisches Umfeld mit den übertragenen Klängen. Die Distanz zwischen Radiosender und Radioempfänger wird während dem Prozess der Annäherung immer geringer, bis sich schließlich beides vereint.

Alltägliche Bewegungen durch die Stadt sind meist routiniert und zweckgebunden – im Such-Spiel bietet sich eine grundlegend andere Wahrnehmung des Stadtraums: In der klanglichen Differenz zwischen momentanem Standort und übertragenem Ort offenbart sich eine neue Perspektive auf das Dazwischenliegende.

Die von den Suchenden selbst erzeugten Klänge (Klatschen, Rufen) in der Nähe des Mikrofons geben Aufschluss über ihre Entfernung zur Klangquelle. Die Teilnehmer sind somit keine passiven Hörer – als unmittelbare Akteure werden sie zu Interpreten innerhalb der städtischen Klangarchitektur. Mit jeder Suche entsteht ein neues Hörstück mit musikalischen Qualitäten.

Ein Projekt von Ludwig Berger und Alexander Pospischil

Realisiert im Rahmen der Bauhaus-Summaery in Weimar,
dem lab.30 Festival in Augsburg (mit Mara-Lea Hohn)
und dem Leipziger Hörspielsommer 2015


Excerpts from the search:

Augsburg (Gasometer Oberhausen)


Augsburg (Hotelturm Parkhaus)


Weimar (nähe Theaterplatz)


Leipzig (Bootsverleih am Klingerweg)


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